Zu dem beabsichtigten Vorhaben

"Öffentlich geförderter Wohnungsbau am Samuel-von-Brukenthal-Platz"

sind bis jetzt viele Leserbriefe geschrieben worden, die hier in chronoligischer Reihenfolge aufgeführt sind.



Leserbriefe (nicht veröffentlicht)

FLZ, 8.1.2018 zum Leserbrief von Herrn Wilhelm Reu

Es war zu erwarten, dass der Leserbriefschreiber sich wieder gegen die Anwohnerbewegung wendet und damit auch gegen 1100 Leute, die das Bürgerbegehren unterschrieben haben. Diese waren übrigens fast einstimmig mit uns der Meinung, das Grundstück sollte vom Neunmorgenweg her erschlossen werden. Auch die Stadt wollte das prüfen, was unseres Erachtens aber nie ernsthaft in Erwägung gezogen wurde. Die Kirche verweigert strikt ein Wegerecht. Einseitige Schuldzuweisung ist in diesem Fall nicht angebracht. Es wäre auch hilfreich, wenn von Seiten der Stadt unsere Fragen offen und transparent beantwortet werden würden, auch zum Thema Zufahrt, denn... " wo ein Wille ist, ist auch ein Weg".

Isolde Knipfer


FLZ vom 2.12.2017

"Sozialer Unfrieden beruhigt sich nicht mehr"

Vorweihnachtliche Bescherung

Das Weihnachtspaket ist geschnürt. Die Anwohner am Brukenthalplatz sollen ein "wunderschönes" betoniertes Gebäude mit Tiefgarage, Flachdach, Dachneigung 0 bis 10 Grad, Blickkontakt zu den Nachbarn eingeschlossen vor ihre Häuser gestellt bekommen; wie auf dem Foto im Blickpunkt zu sehen mit einer wunderschönen Wiese, Blumen, Bäumen, Hollywoodschaukel und idyllischen Balkonen mit Sonnenschirmen. Da möchte man glatt selbst einziehen! Endlich findet auch der "öde" Brukenthalplatz mit der 3m breiten Zufahrt eine sinnvolle Nutzung und eine "Aufwertung". Den überplanten Schulweg braucht ja jetzt auch keiner mehr. Die Schüler und Radfahrer können sich an den Häusern vorbeidrängeln. Laut OB Hammer in der Stadtratssitzung "verkauft die kath. Kirche das Grundstück nur, wenn 24 Wohnungen gebaut werden". Über dieses schöne Adventsgeschenk mit 24 (Wohnungs)-Türen von Stadt, katholischer Kirche und Investor können die Anwohner sich von Herzen freuen.

Georg Knipfer



Zu FLZ 13.11.2017,
Unterschriften für Bürgerbegehren

Politikverdrossenheit

Bürgerbehren sind für uns Bürger das einzige demokratische Mittel, um sich gegen so nicht akzeptable Vorhaben der Politik zur Wehr zu setzen. Unsere Einwände gegen den "Monsterbau" wurden leider bis jetzt nicht ausreichend wahrgenommen, unsere zahlreichen Fragen blieben größtenteils unbeantwortet. Die Politiker möchten sich bitte nicht wundern, dass es dadurch zu Politikverdrossenheit und Protestwahlen kommt. Ignorantes Verhalten forciert diesen nicht unbedingt gewollten Trend weiter. Bei Kirche und Politik sollte ein schnelles Umdenken einsetzen, bevor es zu spät ist.
Isolde Knipfer



An die FLZ – Redaktion
in Dinkelsbühl


Artikel „OB sieht keine Alternative zur Nachverdichtung“
in der FLZ vom 26. Oktober 2017

Das Ding wird gebaut! Ist Recht auch Gerechtigkeit? Wo bleibt in dieser Zeit die Verlässlichkeit von Seiten der Stadt und der katholischen Kirche?!

Als die Anrainer am Samuel-von-Brukenthal-Platz ihre Häuser gebaut haben, plante die katholische Kirche ein kleines Gotteshaus samt Gemeindezentrum. Später waren ein Kindergarten und ein Spielplatz angedacht. Nichts wurde realisiert! Das alles waren soziale Projekte für die Allgemeinheit, die auch gebraucht werden.

Heute nun verdient sich die katholische Kirchengemeinde mit dem Verkauf des Grundstücks an einen maximal gewinnorientierten Investor eine goldene Nase und die Bürger verlieren dabei.

Bei ihren Bauvorhaben mussten sich alle Bewohner des Königshain und des Hoffelds bis ins Kleinste an den Bebauungsplan halten. Jetzt ändert die Stadt für einen Investor aus Erlangen alles.

Man kann nur sagen, wenn es um Aussagen der katholischen Kirchengemeinde und der Stadt geht: Was juckt mich mein Geschwätz von gestern.


Erna Beck


13. 10.








9. 9. 2017

„Ich glaube es nicht"
Betr.: ‚Bürger in Dinkelsbühl scheinbar nichts wert", FLZ vom 5. September
Ich glaub es einfach nicht. Da kaufte sich Familie Hölzlein ein städtisches Haus (bestimmt nicht im besten Zustand), investiert viel Geld, um es zu renovieren, und dann knallt man ihr rund 60 Parkplätze vor die Türe!
Bestimmt hat sich die Familie beim Kauf dieses Hauses viele Gedanken über den Standort gemacht.
Es erinnert mich an die Situation am Samuel-von-Brukenthal-Platz!
Richtig, der Bürger und seine Meinung ist in Dinkelsbühl nichts mehr wert.
Ich wiederhole mich: Wehrt Euch!

Gerlinde Rattelmüller
Dinkelsbühl

7. 9. 2017

Empörte Bürger
Betrifft: „Bürger in Dinkelsbühl scheinbar nichts wert" in der FLZ vom 5. September.
Parkplätze sollen erstellt werden vor einem schön renovierten Haus an der Schwedenwiese. Die durch das hohe Verkehrsaufkommen in der Luitpoldstraße schon stark belasteten Bürger sollen jetzt noch mehr Autolärm vor ihrem Anwesen ertragen, müssen! Wer von denen, die das beschließen, möchte da tauschen? Ich wünsche mir ein höheres Maß an Einfühlungsvermögen; von denen, die etwas zu sagen haben, und eine größere Weitsicht bei der Städteplanung. Es brodelt allerorten: Outlet, Monsterbau am Brukenthal-Platz, riesige Hotelbauten am Ellwangerkreuz u.a., überall haben die Bürger das Gefühl, dass ihre Belange zu wenig gehört und berücksichtigt werden. Rings um die Stadt, auch an der Luitpoldstraße, wurden mögliche Plätze anderweitig vergeben und bebaut. Der ehemalige Bahnhofsvorplatz mit dem Bahnhof hätte bei einer Bahnreaktivierung, die sehr zu begrüßen wäre, gut für Parkplätze genutzt werden können. Wo sollen evtl. P+R Kunden parken? Ein konstruktiveres Miteinander in der Stadt wäre sicher hilfreich für eine positive Stadtentwicklung. Es sollten jeweils auch Alternativen ernsthaft in Erwägung gezogen und zur Diskussion gestellt werden. So sieht für mich echte Demokratie aus!

Isolde Knipfer
Dinkelsbühl

Und hier noch die ungekürzte Version des Leserbriefes

Betreff: Zum Artikel in der FLZ am 28.07.2017 – Bürger sollen Einwendungen vorbringen.

Jetzt ist es von Fachleuten berechnet, was die Bewohner im Königshain, Samuel-von-Brukenthal-Platz und Hoffeld erwartet!
Der Aushub beträgt auf Grund der Größe dieses Baus ca. 3744 Kubikmeter. Da dieser Aushub an der Baustelle nicht zwischengelagert werden kann, weil kein Platz dafür da ist, muss er deshalb mit einem 3 Achskipper (Ladevolumen 8 Kubikmeter) abtransportiert werden. Das bedeutet, ca. 1000 schwere Laster (Hin- und Rückfahrt), die die Straßen wie Siebenbürgenstr., Neunmorgenweg, Sonnenstr., Graugansstr., Mies-Pilsener-Str., Guérandestr. und noch manche mehr werden ständig befahren, (irgendwo müssen sie ja durchfahren). Hierzu kommen noch weitere 1000 Laster oder mehr für die Anlieferung von Baumaterial, Stahl, Beton, Betonfertigteile usw. (Wie sollen die um die Engstellen kommen?).
Für alle, die heute denken „das trifft doch mich nicht“ – Unter dieser extremen Belastung werden wir Bürger alle leiden! Bäcker, Fußpflege, Versicherung und Frisör werden schwer erreichbar sein. Die Kinder haben über längere Zeit keinen durchgängigen Schulweg mehr. Der Grünweg, von der Hallenbadbrücke bis zur Sonnenstr. Ist blockiert und wird teilweise ganz entfernt. Wollen wir das?
Was passiert hier momentan über die Köpfe der Bürger hinweg in Dinkelsbühl?
Outlet (die wenigsten Bürger wollen diesen Rummel in der Stadt), Monsterbauten, Naturvernichtung, Zerstörung von Begegnungsstätten, geschützten Räumen und vieles mehr!
Wo sind die von uns gewählten Bürgervertretungen im Rathaus? Hallo, Ihr habt auch für die Sorgen und Probleme der Bürger da zu sein, schon vergessen!?
Wo ist der Bund Naturschutz? Es müssen nicht nur seltene Tierarten geschützt werden, sondern auch 30 Jahre alte Bäume, ein Grüngürtel bis zur Sonnenstr., ein Erholungs- und Begegnungsplatz für Kinder, Familien und ältere Menschen!
Nochmals, keiner der Betroffenen hat etwas gegen einen kleineren, architektonisch angepassten Sozialbau, wie bereits den bestehenden Wohnblock der katholischen Kirche am Neunmorgenweg. Der Samuel-von-Brukenthal-Platz sollte (so beschrieben in einem Brief an die Anwohner von Herrn Stadtbaumeister a.D. Zelfel vom 10.Oktober 2001) in seiner jetzigen Form und Art erhalten bleiben.

Gerlinde Rattelmüller


1. 9.  2017

Auch Bürgern verpflichtet
Betrifft:  Weitere Eingriffe gefordert.
Fachleute haben berechnet, dass bei diesem geplanten Monsterbau 1000 Laster den Aushub von ca. 3744 m3 über die Straßen (Graugansstr., Mies-Pilsener-Str., Siebenbürgenstr., Neunmorgenweg, Sonnenstr. und weitere) abtransportieren. Für die Anlieferung von Baumaterial und Betonfertigteilen fahren nochmals ca. 1500 schwere Baulaster.
An alle, die heute denken „das trifft doch mich nicht“ – Unter dieser extremen Belastung werden wir alle leiden! Erschwerter Zugang zu Bäcker, Frisör, Fußpflege und Versicherung, Unterbrechung des Schulwegs, Monsterbau mit Zerstörung von Begegnungsstätten und geschützten Räumen! Wollen wir das?
Wo ist unsere Bürgervertretung im Rathaus? Hallo, Ihr habt auch für die Sorgen und Probleme der Bürger da zu sein, schon vergessen!?
Wo ist der Bund Naturschutz? Außer seltenen Tierarten müssen auch 30 Jahre alte Bäume, ein Grüngürtel, Schulweg, Erholungs- und Begegnungsplatz für Kinder, Familien und ältere Menschen, geschützt werden!
Nochmals, keiner der Betroffenen hat etwas gegen einen kleineren, architektonisch angepassten Sozialbau, wie bereits bestehend am Neunmorgenweg. Der Samuel-von-Brukenthal-Platz sollte in seiner jetzigen Form und Art erhalten bleiben.

Gerlinde Rattelmüller

31. 8. 2017

"Verschaukelt"
Betrifft: Leserbrief "Es geht ums Miteinander" in der FLZ vom 23. 8.

Es "fügt sich alles so wunderbar zusammen":
Eine Wiese der katholischen Kirche, die noch unbebaut ist, leider ohne Zufahrt, ein Investor aus dem Großraum Nürnberg, der die Örtlichkeit nur ungenügend kennt, ein vorhandener Bauplan, der nach Einschätzung der Anwohner nicht für diesen Platz vorgesehen war, die Stadt Dinkelsbühl, die "plötzlich dringenden Bedarf" für öffentlich geförderten Wohnbau sieht und zuletzt ein riesiges staatliches Förderpaket.
Ende gut, alles gut? Leider nein! Eine wichtige Seite wird dabei übersehen, nämlich, wir, die Anwohner, die ihre Einwände und Bedenken äußern und manches kritisch sehen. Doch die werden nicht gerne gehört, abgetan und klein geredet. Wir sind die "Störer" bei dieser ganzen Aktion. Wie im Leserbrief von Herrn Haverkämper zu lesen war: "Ich diskutiere jetzt nicht mehr, gebaut wird, weil die Wohnungen gebraucht werden." Das hinterlässt ein befremdendes Gefühl. Wir Anwohner vom Brukenthalplatz fühlen uns verschaukelt!

Georg Knipfer
Dinkelsbühl


23. 8. 2017



29. 8. 2017





22. 8.2017

Zum FLZ Bericht vom 12.8.2017
Weitere Eingriffe gefordert
"Eine Reduzierung des Bauvolumens des Bauvorhabens am Brukenthalplatz werde angepeilt", hieß es von Seiten der Stadt. Noch einmal zu Bedenken geben möchte ich die Frage: Was ist der Zweck eines Bebauungsplans?
Es soll ein einheitlicher Siedlungscharakter gewahrt und "Wildwuchs" von Bauformen verhindert werden. Neubauvorhaben sollen sich in Art und Maß der Nutzung sowie in der Bauweise in die Bestandsbebauung einfügen. Leider ist davon in der derzeitigen Planung wenig erkennbar. Der Bau ist viel zu groß, die Architektur ist nicht angeglichen. Nicht gebietserhaltend wäre auch eine Befahrung des Brukenthalplatzes, der im eigentlichen Sinne als verkehrsfreier Platz für Kinder und Fußgänger vorgesehen war, s. FlZ 7. 3. 2000, wie auch aus einem Schreiben vom damaligen Stadtbaumeister Zelfel an einige Anwohner des Platzes hervorgeht. Und so soll es auch bleiben! Die abgegebenen 300 Unterschriften zeigen, dass sehr viele Mitbürger den Bau in dieser Form ablehnen.
Isolde Knipfer
Dinkelsbühl

16. 8. 2017

Platz wichtig für Erholung
zum selben Thema.
Der Brukenthalplatz ist ideal für die Kinder, die dort spielen, Rad fahren und schaukeln. Zugleich ist er Schulweg für die Kinder, die im Umkreis wohnen, und er wird als Spazierweg sowie für das Kronenfest der Siebenbürger benutzt. Aus der Wiese könnte man ein Kommunikationszentrum oder eine Begegnungsstätte machen. Man könnte zum Beispiel ein Café, ein Restaurant oder ein kirchliches Gebäude für Veranstaltungen o. ä. gestalten. Dazu eine Anlage mit Bäumen, Bänken und vielleicht einen Springbrunnen. Da der Platz sehr zentral liegt, ist er, anders als der Stadtpark, leicht mit Rollator oder Rollstuhl erreichbar. Solche Plätze sind heute wichtiger denn je, um auszuruhen, sich zu erholen und Kontakte zu pflegen. Wir brauchen den Brukenthalplatz ganz dringend! Lasst uns dieses kleine grüne Fleckchen.
Diemut B e y e r Dinkelsbühl

16. 8. 2017

Von Tatsachen überrollt
zum selben Thema.
Nächstenliebe, aber bitte nicht für alle. Wer das Geld hat, hat auch das Sagen. Die Großen werden größer, die Kleinen müssen alles über sich ergehen lassen. So war es doch schon immer, oder? Soziale Projekte sind wichtig und funktionieren nur in der Gemeinschaft. Aber so ein riesiges Projekt wie der „Monsterbau“ am Samuel-von-Brukenthal-Platz kann man doch nicht mehr sozial nennen. Die Menschen dort werden nicht gefragt und werden ein- und zubetoniert. Koste es, was es wolle. Um jeden Preis. Weg mit den Grünflächen, Hauptsache die Zuschüsse werden gewährt. Es wird von einer kleinen Anzahl Menschen bestimmt, die danach mit dem Bau so gut wie nichts mehr zu tun haben werden. Vielleicht sollte man das doch bitte wenigstens noch mal bedenken und sich selbst ein Bild vor Ort machen. In Form einer Begehung zum Beispiel. Ist es nicht wichtig, dass man in einer Stadt wie Dinkelsbühl an einem Strang zieht, egal um was es geht, und nicht nur seinen Willen durchsetzt. Da kann man doch nicht mehr von einem Miteinander sprechen. Wir leben bisher alle in dieser wunderschönen outletfreien Stadt. Es kann nicht sein, dass die Bürgermeinung nicht mehr gefragt ist und einfach von Tatsachen überrollt wird.
Silke Schneider Dinkelsbühl

16. 8. 2017

Gefahr für Kinder
Betrifft: „Weitere Eingriffe gefordert“ in der Fränkischen Landeszeitung vom 12. August.
Es ist nicht der Lärm von Baggern, es sind nicht die Vibrationen des Schwerlastverkehrs, es sind nicht die Baucontainer und der Kran, die den Platz verstellen werden, es sind nicht die Bäume, die gefällt werden müssen.
Es ist die Gefahr für viele Kinder auf dem Schulweg, die mich beunruhigt. Grob gerechnet müssen für das Großprojekt die schweren Muldenkipper und Betonmischer über 1200-mal durch das Wohngebiet fahren. Das geplante drei- bzw. vierstöckige Bauwerk soll größer und höher als die Schwimmhalle des Dinkelsbühler Hallenbades werden. Der Brukenthalplatz wird durch den Baukranstellplatz, mehrere Baucontainer und die an- und abfahrenden Lastwagen für mehrere Monate unpassierbar sein. Die Parkplatzsituation im westlichen Hoffeld wird eskalieren, noch bevor die 26 Wohneinheiten entstanden sind. Der bisher geschützte Schulweg wird entlang der Straßen verlegt werden müssen.
Wer übernimmt die Verantwortung für die Sicherheit der Kinder in diesem Zeitraum? Der Bauausschuss sicher nicht. Wo sollen die Autos parken, wenn die Straßenzüge wegen des Baustellenverkehrs langfristig mit Halteverboten beschildert werden müssen?

Erich Wüstner Dinkelsbühl


9. 8. 2017

„Großes Investment“
Betrifft: Artikel „Bürger sollen Einwendungen vorbringen“ in der FLZ vom 28. Juli.
Bei dem geplanten Wohnblock am Samuel-von-Brukenthal-Platz wird immer wieder auf den nötigen sozialen Hintergrund und die Notwendigkeit dafür hingewiesen. In Wirklichkeit ist dies ein großes Investment, welches von einem Investor (Moses- Mendelssohn-Stiftung) verwirklicht werden soll. Die katholische Kirche verkauft das Grundstück an den Investor. Dieser Investor baut darauf einen viel zu großen Block, der den anliegenden Menschen die Luft zum Atmen nimmt.
Natürlich bekommt der Investor erhebliche Zuschüsse, welche ihn erst das Interesse daran gewinnen lassen, dieses Objekt zu verwirklichen. Ohne Zuschüsse würde dieser Bau in dieser Größe niemals gebaut werden. Nach unserem Wissensstand gab es bisher noch nicht einmal eine Begehung des Stadtrates, um sich die Gegebenheiten vor Ort anzuschauen. Es ist traurig und für uns erschütternd, so einen riesigen Bau auf einer solch kleinen Fläche bauen zu wollen. Entschieden wird dies nur von Menschen, die nicht am Samuelvon- Brukenthal-Platz wohnen.

Hans Schneider Dinkelsbühl

9. 8. 2017

„Luft zum Atmen“ lassen
Betrifft: Artikel „Bürger sollen Einwendungen vorbringen“ in der FLZ vom 28. Juli.
Schon im Frühjahr 2010 schrieben Thomas Sandfuchs und Annette Goderbauer über die unterschiedlichen Baustile in den Baugebieten „Gaisfeld“ und „Königshain“. Sie wiesen auf den harmonisch fränkischen Baustil im „Königshain“ und auf die kleinen Plätze und Freiflächen als Ruhezonen hin.
Noch immer gilt, dass in Dinkelsbühl für jeden Geschmack ein Baugebiet zu finden ist. Nur warum muss in einem bestehenden, gewachsenen Viertel die Harmonie durch ein modernes und völlig überdimensionales Gebäude zerstört werden? Vor allem, wenn die umliegenden Anwohner und viele andere Bürger durch ihre zirka 300 Unterschriften belegen, dass dieser Bau nicht an den Samuel- von-Brukenthal-Platz gehört. Wir fordern ein wesentlich kleineres und an die gewachsene Umgebung architektonisch angepasstes Gebäude, das für alle Betroffenen sozial verträglich ist und Luft zum Atmen lässt.

Erna B e c k Dinkelsbühl

5. 8. 2017

„Intelligentere Lösung“
Betr.: „Bürger sollen Einwendungen vorbringen können“ vom 28. Juli.
Es ist unverständlich, dass in einer Zeit, in der Natur und Umwelt von höchster Priorität sind, ein schöner Platz einfach zerstört wird. Hier sollen Bäume gefällt werden, die für Luft, Tiere und Menschen sehr wichtig sind. Man will einen Wohnblock zwischen die Einfamilienhäuser zwängen, der weder vom Stil noch vom Platz her geeignet ist. Das Hoffeld und der Königshain sind für kleine Dimensionen gebaut. Auf den Gehsteigen (so weit welche vorhanden) kann man nur im Gänsemarsch gehen und die engen Straßen sind, wenn auf einer Seite zugeparkt, nur einspurig zu befahren. Wenn es noch mehr Autos werden, wird das Ausweichen zum Abenteuer. Die Herren vom Bauunternehmen sollten sich Gedanken machen, ob nicht anstelle eines Wohnblocks eine intelligentere Lösung für den Brukenthalplatz gefunden werden kann.
Diemut Beyer Dinkelsbühl


2. 8. 2017

Probleme bleiben

Betreff: Zum Artikel in der FLZ am 28.07.2017 – Bürger sollen Einwendungen vorbringen.

Es ist sehr lobenswert, dass in der letzten Sitzung des Stadtrats der geplante Wohnungsbau am Samuel-von-Brukenthal-Platz nochmals überdacht wird und man nun von einem 4 stöckigen Gebäude absehen möchte.
Deshalb ändert sich an den Problemen dort herzlich wenig. Zwei oder drei Wohnungen weniger sind nicht das Problem, sondern der viel zu große Bau (architektonisch für diesen Standort völlig daneben) auf einem zu kleinen Grundstück mit problematischer Zufahrt, vorhersehbaren Parkplatzproblemen, Verlegung eines Schulweges, Unterbrechung einer Grünanlage, Zerstörung eines schönen Platzes und vieles mehr.
Stadträte kommen und gehen, aber bei der nächsten Wahl wird man sie an ihren Entscheidungen (auch Fehlentscheidungen) messen. Für alle Anrainer, ihre Kinder und Enkelkinder wird diese Fehlentscheidung ein lebenslanges Ärgernis bleiben
Gerlinde Rattelmüller


16. 7. 2017

Flurschaden

Ich glaub's nicht! Der Bauausschuss debattierte ausführlich über die Errichtung eines Wintergartens im Königshain. (FLZ 13.7.2017) “...das mit der Landesgartenschau konzipierte Viertel sei gestalterisch etwas Besonderes.” Das ist es sicherlich. Im Gegenzug wurde bei der Diskussion um den Bau des unserer Meinung nach größten Mehrfamilienhauses in Dinkelsbühl (26 Wohneinheiten) am Brukenthalplatz lediglich die Dachform diskutiert. (FLZ 7.6.2017). Die Größe des Baus (ca. 34mx22mx9-12m) war dabei anscheinend kein Thema. Uns Anwohnern wurden damals strenge Auflagen gemacht (Satteldach, Dachgauben, Fensterläden). Ist diese Umgebung jetzt nicht mehr schützenswert? Die Wiese am Brukenthalplatz war ursprünglich ein Bauplatz für kirchliche Zwecke mit Kindergarten. Gibt es heute dafür keinen Bedarf mehr? Ich kann nur hoffen, dass sich alle Verantwortlichen des Flurschadens bewusst sind, den sie hier anrichten. Zum Glück haben wir Mitglieder der Bürgerbewegung von der Bevölkerung schon sehr viel Unterstützung erfahren. Dafür besten Dank!

Georg Knipfer


8. 7 .2017

Völlig überdimensional

Betrifft: "Die Bürger vom Brukenthalplatz fürchten um ihre Ruhe"

Die Überschrift zu diesem Thema ist völlig falsch gewählt. Es geht hier nicht um die so genannte "Ruhe", sondern um einen völlig überdimensional zu großen Bau mit 26 Wohnungen. Größe der Anlage: 34 m lang, 22 m breit und bis zu 12 m hoch. Teile des heutigen Schulwegs entfallen. Die Zufahrt zu diesem Gebäude erfolgt auch noch über den schönen Samule-von-Brukenthal-Platz, abgesehen von der Parksituation, die jetzt schon sehr beschwerlich ist.

Ich kann den dortigen Anwohnern nur empfehlen: "Wehrt euch!" Außerdem verliert euer Haus oder eure Wohnung an Wert. Würde einer der Befürworter, die so etwas genehmigen, dort ein Objekt zur Selbstnutzung kaufen?

Gerlinde Rattelmüller

Dinkelsbühl

8. 7. 2017

Sträflichst vernachlässigt

Bezahlbarer Wohnraum ist zweifelsohne sehr wichtig. Daher fragen wir uns, warum dies in Dinkelsbühl nicht schon längst in den Baugebieten der letzten Jahre umgesetzt wurde? Kann es sein, dass die Stadt dies in den letzten Jahren vernachlässigt hat? Wie sonst kann sich eine so große Warteliste von Wohnungssuchenden ( FLZ vom 8. 7.) angestaut haben? Bis wann reicht diese Warteliste zurück? Warum wurde dies nicht schon ausreichend berücksichtigt? Solche Gebäude mit 3- 4 Stockwerken gibt es im Gaisfeld III einige. Dort passen sie auch hin, weil sie der dort üblichen Bebauung entsprechen. Aber so ein riesiger Baukörper passt in Größe und Form nicht in unsere Wohngegend am Brukenthalplatz. Wir Anwohner wären mit einem Bau mit Sozialwohnungen in halbem Umfang und geringerer Höhe einverstanden, damit ringsherum noch Grün und Natur auch für die neuen Bewohner erhalten bleiben (reichhaltige Vogelwelt). Wenn sich so ein “kleiner Bau” finanziell nicht trägt, dann ist dies eben der falsche Platz dafür. Oder geht es wie überall mittlerweile auch hier nur ums liebe Geld?
Isolde Knipfer
Dinkelsbühl